Podcast „Pflegefamilien Deutschland“

Bertram Kasper, Dirk Griesche, Jens Haberland und Team
Der Podcast für Pflegefamilien oder für Familien, die Pflegefamilie werden wollen!

Wir produzieren den Podcast für Pflegefamilien im deutschsprachigen Raum. Wir berichten über Fachliches, Schönes und Schwieriges rund um das Thema Pflegefamilien und Pflegekinder. Hören Sie Interviews oder Reportagen. Dabei laden wir sowohl Pflegeeltern, als auch Fachexpert:innen ein. Wir freuen uns über Rückmeldungen und Ideen zu unserem Podcast.

Wollen auch Sie Pflegefamilie werden, dann finden Sie unter www.pflegefamilien-hessen.de weitere Informationen.

Wollen Sie unsere Arbeit unterstützen, dann können Sie für den "Förderverein zur Unterstützung von Pflegekindern Deutschland e.V." spenden. Herzlichen Dank.

Aktuelle Folge

Heute ist Karin Werner bei uns zu Gast, sie ist Professorin an der Züricher Hochschule für Angewandte Wissenschaften im Bereich Soziale Arbeit am Institut für Kindheit, Jugend und Familie. Sie ist eine ausgewiesene Expertin im Bereich der Forschung zum Pflegekinderwesen und heute wollen wir gemeinsam darüber sprechen, wie Jugendliche ihr Leben als Pflegekind in Pflegefamilien erleben und wie sie mit den damit verbundenen Herausforderungen umgehen. Darüber hat Karin Werner eine Doktorarbeit mit dem Titel: „Leben als Pflegekind – die Perspektive jugendlicher Pflegekinder auf ihre Lebenssituation“ geschrieben. 

 


Karin Werner, Professorin an der Züricher Hochschule für Angewandte Wissenschaften im Bereich Soziale Arbeit am Institut für Kindheit, Jugend und Familie 

Wir haben über folgende Aspekte gesprochen: 

Frau Werner, wie sind Sie für sich auf den Schwerpunkt „Forschung im Pflegekinderbereich“ gekommen?
Hat das Thema neben dem wissenschaftlichen Interesse auch eine ganz persönliche Komponente?
Kommen wir zu Ihrer Veröffentlichung. Sie sprechen bezogen auf die Unterbringung in einer Pflegefamilie von einem kritischen Lebensereignis. Was meinen Sie damit genau?
Grundlage Ihrer Arbeit sind pflegekindspezifische Entwicklungsaufgaben: Dazu zählten bisher in der Literatur folgende benannten: 
  • Einleben in eine neue Familienkultur, 
  • Wahrnehmung eines weiteren sozialen Netzes außerhalb der Pflegefamilie, 
  • Beziehungsgestaltung zu zwei Familien, Auseinandersetzung mit der Herkunftsfamilie, 
  • Umgang mit Loyalitätskonflikten, 
  • Zufriedenheit mit der Pflegekindsituation, 
  • Annahme des Pflegekindstatus und Aufrechterhaltung der eigenen Normalitätsbalance.
 
Sie selbst haben in Ihrer Studie ähnliche und andere pflegekindspezifische Herausforderungen herausgefunden. Können Sie unseren Hörer:innen dazu etwas sagen.
  • Regeln als Bestandteil der neuen Familienkultur
  • Umgang mit Diskontinuitätserfahrungen
  • Umgang mit dem Tod der leiblichen Mutter und/oder Vater
  • Einstellung der Eltern gegenüber der Fremdunterbringung
  • Religionszugehörigkeit der Pflegeeltern
  • Umkehrung der generationalen Sorge
  • Reaktionen der Umwelt auf die Pflegekindsituation
  
Im Laufe Ihrer Dissertation wird deutlich, dass sich vor allem zwei Entwicklungsaufgaben als zentral bei allen Pflegekindern herauskristallisieren. Welche zwei sind das? 
 
Und welche Empfehlungen haben Sie vielleicht für Pflegeeltern, um das Pflegekind in der Be- bzw. Verarbeitung gut zu unterstützen? Beginnen wir mit „Bedeutung der Pflegefamilie mit der entsprechenden Sinnzuweisung“. Und wie sieht es mit der „Bedeutung der und Kontakt zu den Herkunftseltern“ aus und dann gibt es ja noch deutliche Wechselwirkungen? 
 
Hätten Sie noch andere Hinweise, die eher für Fachkräfte im Pflegekinderbereich sind? 
 
Aus den Aspekten leiten Sie dann ein Modell des Arrangements der doppelten Elternschaft ab. Erläuterungen dazu würden nach Verständigung in unserem Vorgespräch zu komplex für das Podcastformat sein. Was wäre für die Leser:innen Ihres Buches der vertiefende Aspekt? 

Was hat Sie aufseiten der Pflegekinder im Rahmen Ihrer Studie im Sinne einer besonderen Kompetenz oder Bewältigungsstrategie besonders beeindruckt?

Am Ende leiten Sie aus Ihren Erkenntnissen Empfehlungen für die Pflegekinderhilfe generell ab. Welche Aspekte finden Sie besonders zentral?

Welche Herausforderungen sehen Sie insgesamt für die Pflegekinderhilfe?

Was wünschen Sie sich als Forscherin für Pflegekinder, für Pflegeeltern und für Herkunftseltern? 
 



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2021 - Bertram Kasper, Dirk Griesche, Jens Haberland und Team